ATELIER MARTIN OTT

  

 

Wie ich zur Kunst kam


Meine erste intensive Begegnung mit der Kunst hatte ich als Schulkind, während eines Museumsbesuches in Frankfurt. Am Ende des Rundganges waren die Impressionisten ausgestellt, die mich am meisten begeisterten. Mein Wunsch Maler zu werden, stand fest. Es wurde mir aber gehörigst ausgeredet. Meine künstlerische Begabung konnte ich als Raumausstatter einigermaßen einsetzen. Als unsere Kinder noch klein waren, kauften wir uns ein Gartengrundstück, das ich von Grund auf neu gestaltet habe. Nachdem der Garten eigentlich schon vollkommen war, spann in mir immer noch der Gedanke, von einem Teich, im Kopf herum. Als ich dann eine Brücke von vier Metern durch den Garten zerrte, sprachen unsere Gartennachbarinnen meine Frau an und sagten zu ihr: „Ihr Mann kommt uns so vor,  wie der Maler Claude Monet, schauen Sie sich doch einmal ein Buch von diesem Künstler an“. Danach wurde mir bewusst, dass ich so ziemlich dieselbe Begabung habe. Mein heutiges Wissen über die Ölmalerei, habe ich mir durch das Lesen vieler Bücher, über die Impressionisten, angeeignet. Die ersten fünfzig Ölgemälde waren wohl so etwas wie ein selbst gegebener Malkurs, den ich mir in meinem Unterbewusstsein selbst gab. Ich wusste nicht genau warum, ich dieses oder jenes Bild malte. Auf jedem Fall wusste ich, ich musste es malen, weil ich mir das Ziel setzte, auf das Level von den Impressionisten zu kommen. Ich hoffe ich habe jetzt genug Wissen um selbst Kunstwerke zu erschaffen, die vielleicht irgendwann nicht mehr wegzudenken sind.